News & Pressespiegel

01.07.2019

IFA blickt nach vorn - Finanzierung zur Sanierung gesichert

• Restrukturierungsvereinbarung abgeschlossen
• Sanierungsprozess bis Ende März 2022
• 2019 bereits Aufträge in Höhe von über 400 Mio. Euro akquiriert

Haldensleben, 01. Juli 2019 – Beim Automobilzulieferer IFA in Haldensleben zeichnet sich eine deutliche Verbesserung der Situation ab. Die Unternehmensgruppe hat nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten, unter anderem bedingt durch die Umbrüche der Automobilindustrie, wieder eine stabile finanzielle Basis für eine Sanierung und erfolgreiche Neuausrichtung.

Ende Juni konnte eine Restrukturierungsvereinbarung abgeschlossen werden. „Seit Oktober 2018 haben wir mit unseren Kunden und Finanzierungspartnern intensive Gespräche geführt. Mit der jetzt getroffenen Restrukturierungvereinbarung sind alle Voraussetzungen für die erforderlich gewordene Finanzierungsstruktur erfüllt“, sagt Arno Haselhorst, der seit Januar 2019 in der Geschäftsführung der IFA Chief Restructuring Officer ist. „Damit steht einer operativen Neuausrichtung nichts mehr im Weg.“

Das Sanierungsgutachten bescheinigt der IFA Gruppe eine objektiv gegebene Sanierungsfähigkeit. Voraussetzungen für eine Konsolidierung sind neben der kurzfristigen Deckung des Kapitalbedarfs eine konsequente Umsetzung der vorgesehenen Finanzplanung und Maßnahmen zur Restrukturierung. Der Sanierungsprozess soll bis zum 31.03.2022 abgeschlossen sein.

Die Finanzierung der IFA wird unter anderem über einen Sanierungskredit der beteiligten Banken und Schuldscheingläubiger sowie eine neue Kreditlinie für frisches Geld gewährleistet. Die Forderungen der Hauptgläubiger sind durch ein umfassendes Sicherheitenpaket geschützt. Die bisherigen Gesellschafter von Nathusius haben ihre Anteile am Unternehmen zur treuhänderischen Verwaltung an die SGP Schneider Geiwitz & Partner übertragen. 

In den kommenden zwei Jahre soll an sämtlichen Standorten der IFA eine deutlich höhere Effizienz erzielt werden. „Das ist keine leichte Aufgabe“, sagt Haselhorst. “Um das Unternehmen wieder eindeutig auf die Erfolgsspur zu bringen, müssen wir die ausländischen Standorte auf Effizienz trimmen und auch in Haldensleben intensiv an zahlreichen strukturellen Themen arbeiten“, betont Haselhorst. „Anders als üblich bei solchen Prozessen wird es weiterhin keinen Stellenabbau in großem Umfang geben.

In den ersten Monaten des Jahres 2019 sind bereits erste operative Verbesserungen erzielt worden. Darüber hinaus haben größere Automobilhersteller ihr Vertrauen in die Solidität der IFA deutlich signalisiert. Im ersten Halbjahr konnten neue Aufträge mit einem Gesamtvolumen von über 400 Millionen Euro akquiriert werden. Ferner unterstützen sie die neue Ausrichtung mit eigenen Restrukturierungsvereinbarungen.

„Die IFA hat eine gute Auftragslage, wettbewerbsfähige Produkte und einen festen Kundenstamm“, sagt Haselhorst. „Das sind gute Voraussetzungen, um die Sanierung und Neuausrichtung gemeinsam mit den Finanzierungspartnern und Kunden erfolgreich zu meistern.“

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