News & Pressespiegel

18.09.2012

IFA und Grammer präsentieren den leichtesten Lkw-Sitz der Welt

  • IFA-Technologies setzt visionäres Zukunftsprojekt in Kooperation mit dem Sitzhersteller um
  • Weiterentwicklung der Designstudie RCS wird auf Nutzfahrzeugs-IAA vorgestellt
  • 80 Prozent der Hybridstruktur bestehen aus nachwachsenden Flachsfasern 

 

 

HALDENSLEBEN/BRAUNSCHWEIG (18. September 2012). Aus der mehrfach ausgezeichneten Designstudie „RCS - reduced complexity seating“ eines Leichtbau- Autositzes der IFA-Technologies GmbH (Haldensleben) entsteht schrittweise ein Serienprodukt. In Kooperation mit dem führenden Sitzhersteller, der Grammer AG, wird ein extrem leichter Sitz aus Faserverbund-Werkstoffen für den LKW-Bereich mit einem Gewicht von lediglich noch 13,8 Kilogramm gefertigt. Ein vergleichbarer LKWSitz aus Stahl wiegt dagegen knapp 30 Kilogramm, manche Fahrersitze bis 50.

Oliver Schimpf, Geschäftsführer der IFA-Technologies, ist hoch zufrieden mit dem Werdegang der Designstudie. „Unser Bestreben ist es, sehr innovative Projekte anzupacken und umzusetzen. Der Leichtbausitz bedeutet einen Fortschritt im Automobilbau. Wir glauben, dass er sich am Markt durchsetzen wird.“, sagt der Chef der Ideenschmiede des Automobilzulieferers IFA Rotorion in Sachsen-Anhalt. Der Sitz wird auf der Internationalen Automobilausstellung für Nutzfahrzeuge in Hannover vorgestellt.

Dass der serienmäßige Einsatz eines Leichtbau-Sitzes aus Faserverbund im LKW-Bereich erfolgt, ist für Schimpf eine logische Konsequenz. „Die Notwendigkeit zusätzlicher Bemühungen um Abgasreduktion gilt insbesondere für Lastkraftwagen.

Leichtbau bietet mehr Umweltschutz-Potential zum Einsparen von Kraftstoff und damit von klimaschädlichem CO2-Ausstoss als die Motorenentwicklung. Gerade LKW-Sitze bieten enormes Potential zur Gewichtsoptimierung durch den Einsatz von Faserverbund“, erläutert der Geschäftsführer der IFA-Technologies GmbH, Oliver Schimpf.

Die Entwicklung dieses Hightech-Produkts lag beim Entwicklungszentrum der IFATechnologies in Braunschweig. Die Produktion des innovativen, zunächst für LKWBeifahrer gedachten Leichtbau-Sitzes wird am Standort in Haldensleben geplant. Funktionales Rückgrat der Konstruktion ist das einteilige Sitzgestell, das mit seiner Hybridstruktur aus 20 Prozent Kohlenstofffasern und 80 Prozent nachwachsenden Flachsfasern auch in der Produktion nachhaltig umweltschonend ist.

Der Leichtbau-Sitz lässt sich durch eine einfache, zum Patent angemeldete Mechanik verstellen. Die erhebliche Gewichtsersparnis gelingt nicht nur wegen des leichteren Faserverbund-Werkstoffes, sondern zusätzlich durch intelligente Systemintegration. Die Anzahl der verbauten Teile ist bei diesem Produkt auf nur noch ein Viertel erheblich verringert worden.

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Präsentation des ersten Leichtbausitzes für LKW-Beifahrersitze

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