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09.09.2011

IFA Rotorion stellt auf der IAA drei Weltneuheiten vor

  • Geschäftsführer Clemens Aulich:  Wir investieren 10 Millionen für Innovationsprojekte
  • Erste Resultate: "ultralightprop", "bioprop" und gedämpfte Gelenke
  • Technologieführer aus Sachsen-Anhalt setzt konsequent auf Forschung und Entwicklung

 

HALDENSLEBEN (9. September 2011). Mit der leichtesten Kardanwelle der Welt kündigt die IFA ROTORION-Gruppe (Haldensleben) bereits ihre dritte Weltpremiere auf der  Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt an. Das Unternehmen aus Sachsen-Anhalt präsentiert mit seiner "ultralightprop" nach gegenwärtigem Stand das Non-plus-Ultra im automobilen Leichtbau. Lediglich noch 1937 Gramm wiegt die Hightech-Welle. Ein vergleichbares Produkt aus Stahl ist dagegen rund 12 Kilogramm schwer.

 

Mit ihrer Öko-Kardanwelle "bioprop" aus nachwachsenden Rohstoffen unterstreicht die IFA ROTORION ihre Technologieführerschaft im Automotive-Leichtbau. Eine weitere Neuentwicklung ist das gedämpfte Gelenk für Kardanwellen, das störende Innengeräusche in Automobilen reduziert.

 

"Wir investieren 10 Millionen Euro für Innovationsprojekte. Unsere Weltneuheiten für die IAA sind erste Ergebnisse dieser Offensive für Forschung und Entwicklung. Wir sind fest davon überzeugt, dass der Leichtbau, sowohl aus ökologischen als auch aus ökonomischen Gründen, ein Kernthema für die Automobilindustrie wird", erklärt Clemens Aulich, Geschäftsführer der IFA ROTORION-Gruppe. Bei jedem Innovations-Projekt richtet die IFA den Fokus auf Funktionsintegration und Kostenneutralität.

 

"ultralightprop"

Die "ultralightprop", die in einer Technologie-Partnerschaft mit dem österreichischen Unternehmen Peak Technology GmbH (Linz) entwickelt wird, besteht aus einer neuartigen Karbon-Hybridzusammensetzung. Bei der im hochmodernen Prepreg-Wickelverfahren gefertigten Welle wurden durch Funktionsintegration aus rund 50 Teilen einer herkömmlichen Kardanwelle aus Stahl einige wenige aus Faserverbundstoff. Die "ultralightprop" ist aus extrem leistungsfähigen UHM-Fasern (Ultra High Modulus) gewickelt. Sie ermöglicht so eine Gewichtsreduktion von 80 Prozent. Die Festigkeit ist auf 10.000 Umdrehungen und einem Drehmoment von 1100 Newtonmetern ausgelegt. Zum Vergleich: Ein Porsche 911 Turbo leistet bei 6250 Umdrehungen 700 Newtonmeter.

 

"bioprop"

Das Forschungsprojekt "bioprop" ist die erste Kardanwelle aus nachwachsendem Rohstoff. Hanf ist die Basis des Produkts. Das Innovativ-Unternehmen aus Sachsen-Anhalt vereint in dem Öko-Produkt gleich zwei umweltschonende Effekte: verbrauchsmindernden Leichtbau im Automobil und CO2-neutrale Recyclingfähigkeit. Die IFA bietet damit einen bahnbrechenden Lösungsansatz für die aktuelle Recycling-Problematik bei herkömmlichen Faserverbundstoffen wie kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) oder glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK).

 

Gedämpftes Gelenk

Ziel eines weiteren Entwicklungsprojekts der IFA ist es, störende Innengeräusche im Automobil zu reduzieren. Durch ein gedämpftes Gelenk für die Kardanwelle soll der Komfort in modernen Fahrzeugen mit Heck- oder Allradantrieb steigen. Die IFA-Entwicklungsingenieure folgen dabei der Bionik-Idee: Das Wirkprinzip des Dämpfungselements ist der Bandscheibe des menschlichen Körpers nachempfunden. Diese neuartige Lösung für die Entkopplung des Schalls im Antriebsstrang hat die IFA zum Patent angemeldet.

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Title
ultralightprop mit neuartiger Karbon-Hybridzusammensetzung

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