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27.08.2013

IFA entwickelt Leichtbau-Stabilisatoren für sparsamstes Auto der Welt

  • Beteiligung am Ein-Liter-Auto von VW unterstreicht Leichtbau-Kompetenz
  • Gewicht dank kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff um die Hälfte reduziert
  • IFA-Powertrain-Geschäftsführer Schimpf auf der IAA: „Großer Zukunftsmarkt für Produkte aus Faserverbundstoffen“

HALDENSLEBEN (27.08.2013).
Kaum ein anderes aktuelles Forschungsprojekt der Automobilindustrie sorgt weltweit für mehr Furore, als das 1-Liter-Auto XL1 von Volkswagen. Mit extrem leichten Fahrwerks-Stabilisatoren aus Faserverbundstoff hat der Automobilzulieferer IFA Rotorion dazu beigetragen, den visionären XL1 Wirklichkeit werden zu lassen. Der Technologieführer aus Haldensleben präsentiert seine Hightech-Produkte vom 10.-13. September auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt (Halle 4.1/Stand D07).

Mit einem Verbrauch von nur 0,9 l/100 km gilt der VW XL1 als das sparsamste Serienautomobil der Welt. Die Erfolgsgaranten sind das hocheffiziente Plug-in-Hybridsystem und die perfekte Aerodynamik, aber nicht zuletzt auch der konsequente Hightech-Leichtbau. Nach mehr als 20 Jahren der intensiven Zusammenarbeit mit Volkswagen - seit 1990 entwickelt und produziert IFA Rotorion Gelenkwellen für einen Großteil der VW-Modelle - und aufgrund der Expertise in der Verarbeitung von extrem leichten Faserverbundprodukten, war es für die IFA-Ingenieure eine Ehre an dem zukunftsweisenden Projekt XL1 mitwirken zu dürfen.

"Wir sind sehr stolz, zu diesem großartigen Erfolg der Volkswagen AG beigetragen zu haben. Leichtbau wird im Automobilbau der Zukunft ein immer größerer Faktor bei der Verbrauchsminderung werden. Mit der Beteiligung an diesem technologisch extrem anspruchsvollen Projekt haben wir unsere große Innovationskraft erneut dokumentiert", sagt Oliver Schimpf, Geschäftsführer von IFA Rotorion - Powertrain.

Die Stabilisatoren sind kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffteile (CFK), wie sie auch in der Formel 1 auf allerhöchstem Beanspruchungsniveau zum Einsatz kommen. Die IFA-Stabilisatoren wiegen lediglich noch 970 Gramm und sind damit nicht nur 50 Prozent leichter als herkömmliche Stabilisatoren aus Stahl, sondern ebenso belastbar. Bei der Herstellung verwendet IFA ein spezielles und patentiertes Prepreg-Verfahren.

IFA-Projektleiter Christian Schulz war von der Idee bis zur Serienreife dabei. Nach zweijähriger Entwicklungszeit nennt er neben der Gewichtsreduktion einen weiteren Vorteil der CFK-Stabilisatoren: "Bei gleicher Außengeometrie können dank des variablen Aufbaus unterschiedliche Steifigkeiten in der Herstellung realisiert werden, ohne dass Form und Anschlussteile in der Achse verändert werden müssen."

Oliver Schimpf sieht angesichts des CO2-Einspardrucks auf die Automobilhersteller einen sich erfreulich stark entwickelnden Zukunftsmarkt für Leichtbau-Strukturbauteile aus den Entwicklungs- und Produktionsstätten IFA Rotorions. Geringes Gewicht sei zudem auch für E-Mobilität ein Kernthema.

"Produkte aus Faserverbundstoffen besitzen neben dem primären Vorteil der Gewichtsreduktion weitere beachtliche Vorzüge. Beispielsweise ergeben sich durch Systemintegration von mehreren Bauteilen geringere Herstellungskosten", erklärt Schimpf. Neben Volkswagen sind bereits weitere Automobilhersteller an CFK-Stabilisatoren von IFA interessiert.

Dass Leichtbau für die IFA-Unternehmensgruppe kein Neuland ist, belegen weitere Aktivitäten: Für einen Leichtbau-Autositz aus Faserverbundstoff sowie eine Leichtbau-Kardanwelle aus nachwachsenden Rohstoffen wurde IFA Rotorion bereits mehrfach ausgezeichnet. Mit dem Partnerunternehmen IFC Composite GmbH (Sachsen-Anhalt) wurden für das Lastwagen- und Transporter-Segment bereits mehr als eine Millionen Hightech-Blattfedern aus Faserverbund gefertigt und ausgeliefert.

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Title
Stabilisatoren

Title
Vorderachsstabilisator Diagonale

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